Ein Durchbruch in der Prozesssteuerung: revolutionäre Montagelösung für Transmitter bietet Werksbetreibern drastische Einsparungen
ein völlig neuer Lösungsansatz ermöglicht den direkten Anschluss an die Prozessleitungen in weniger als 10 % der bisher benötigten Zeit. Das ermöglicht potentielle Einsparungen von mehreren 100 Millionen Euro pro Jahr bei Installa
beispiellose Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit für hochautomatisierte, unbemannte Werke
Achema, 17. Mai 2006 --- Parker Instrumentation stellt heute ein Produkt vor, in dem das Unternehmen den bedeutendsten Fortschritt in der Messstellenmontagetechnologie seit 40 Jahren sieht. In nur einem Bruchteil der bisher benötigten Zeit verbindet der vollkommen neuartige integrierte Montage- und Verteilerblock mit der Bezeichnung CCIMS Transmitter direkt mit den Prozessleitungen. Dadurch wird die Anzahl der Verbindungen - und damit auch die Anzahl potentieller Leckpfade - drastisch reduziert.
CCIMS (Close Coupled Instrument Mounting Solution) unterstützt den direkten Anschluss von Differenzdrucktransmittern, einem der gängigsten Typen von Messgeräten, an die Prozessleitungen. Parker Instrumentation glaubt, dass CCIMS die erste praktiable Montagelösung für die Direktmontage von Transmittern zur Durchflussmessung darstellt, die in einem breiten Spektrum von Industriezweigen - einschließlich Öl, Gas, Petrochemie, Chemie und Stromerzeugung - jedes Jahr zu Hunderttausenden zum Einsatz kommen.
CCIMS ermöglicht die Montage der Transmitter an die Messblende innerhalb von weniger als 30 Minuten. Die übliche manuelle Installation aus mehreren Komponenten wie Leitungen, Verschraubungen und Ventilen die bis zu drei Arbeitstage erfordern kann wird dadurch ersetzt. Allein durch diesen Aspekt von CCIMS könnte die Industrie Montagekosten im Wert von mehreren 100 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Nach der Montage der CCIMS-Baugruppe können die Transmitter dank einer einzigartigen Verbindungstechnik innerhalb von Sekunden montiert oder demontiert werden, wodurch Wartungsarbeiten erheblich vereinfacht werden.
"Die Montagekosten für Differentialdruckfühler sind über Jahrzehnte hinweg unverändert geblieben und wurden von den Werkseigentümern auch niemals in Frage gestellt", erklärt der Market Development Manager Brian Rice. "Wir haben bei der Entwicklung dieses neuen Montagekonzepts sowohl mit Instrumentenherstellern als auch mit Anwendern zusammengearbeitet. Mit der Markteinführung von CCIMS wird eine Lösung verfügbar, die den Status Quo herausfordert und der Industrie die Möglichkeit bietet, die Messstellenmontage neu zu spezifizieren, damit Kosten zu senken und gleichzeitig die Leistung zu erhöhen."
Durch seinen reduzierten Wartungsbedarf und die niedrigeren Betriebskosten bei gleichzeitiger Erhöhung von Integrität und Leistung des Mess- und Regelsystems, können auch die Werksbetreiber von dem neuen Produkt profitieren. Diese Faktoren sind der Schlüssel für einen erfolgreichen Betrieb der neuen Generationen hochautomatisierter und unbemannter Werke.
Der erheblich geringere Wartungsaufwand ist dem Umstand zu verdanken, dass die CCIMS-Technologie die Notwendigkeit von Impulsleitungen - die Verohrung zwischen Messblende in der Prozessleitung und dem Transmitter - vollständig eliminiert. Hierdurch wird das häufig auftretende Problem verstopfter Leitungen vermieden, welches durch Faktoren wie zähflüssige Medien, Hydratansammlungen, Einfrieren usw. hervorgerufen werden kann. CCIMS verfügt außerdem über eine einzigartige Schnittstelle, die ein sekundenschnelles An- und Abklemmen der Transmitter an die Baugruppe ermöglicht, so dass das Lösen von Gewinde- oder Rohrverbindungen bzw. das Trennen von Schweißnähten beim Austausch eines Messgerätes entfällt. Dadurch werden Kalibrierung und Reparaturen erheblich beschleunigt.
Eine weitere Kostenreduzierung wird beim Einsatz von CCIMS erreicht, da anwendungsspezifische Konstruktionen aus unterschiedlichen Rohrleitungen, Ventilen und Ventilblöcken durch ein einzelnes leicht zu bevorratendes Universalmodul ersetzt werden können.
Zusammengenommen leistet CCMIS einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen vollkommen neuer Standards in Punkto Zuverlässigkeit und Wartungarmut, wie sie für die Mess-und Regeltechnik moderner hochautomatisierter oder unbemannter Werke erforderlich sind. Vor allem in der öl- und gasverarbeitenden Industrie wird diese Zielsetzung häufig durch den entfernten Standort der Installation zusätzlich erschwert, da sie sich möglicherweise auf Offshore-Plattformen, an Bohrlöchern oder an Pumpstationen von Pipelines befindet.
Das Prinzip der Direktmontage bringt weitere bedeutende Vorteile mit sich: Herkömmliche Installationen eines Differentialdrucktransmitter können 20 bis 30 Einzelverbindungen aufweisen, von denen jede einzelne einen potentiellen Leckpfad darstellt. Durch die integrierte Konstruktion der neuen CCIMS-Lösung wird dies auf lediglich fünf Verbindungen reduziert. Das ist ein grosser Sprung nach vorn in Richtung integrierte Bauweise und hilft, Risiken für Personal und Umwelt durch Leckagen oder Emissionen zu vermeiden.
Durch die kurzen Wege, die CCIMS bei der Druckübertragung bietet, wird auch die Leistung des Gesamtsystems unterstützt. Durch die Länge der Impulsleitungen einer typischen Anordnung mit alllen erforderlichen Leitungsbögen können Druckabfälle verursacht werden, wodurch die Messgenauigkeit empfindlich herabgesetzt wird. Dies wird im Allgemeinen als "Messleitungsfehler" bezeichnet. CCIMS platziert den Transmitter direkt neben der Prozessleitung und bietet dadurch eine kurze und gerade Verbindung, die für eine optimale Druckübertragung sorgt. Auf diese Weise können Anwender die Instrumentengenauigkeit bei der Überwachung ihrer Prozesse im vollen Umfang ausnutzen.
Frühere Versuche, eine praktikable Lösung für dieTransmitterdirektmontage zu entwickeln, wurden dadurch behindert, dass bei einer Flanschverbindung von Prozessleitungen große Toleranzen eingeräumt werden müssen. Differentialdrucktransmitter messen den Unterschied der Drücke vor und hinter einer definierten Messblende, so dass hieraus der Durchfluss berechnet werden kann. Diese Messblende wird zwischen die Flansche zweier Rohrleitungsenden eingesetzt, deren Herstellung zwar nach einem Industriestandard erfolgt, die zulässigen Toleranzen jedoch in der Praxis zur Folge haben, dass die Anschlüsse für die Druckmessung sowohl in der X-, Y-, Z- Richtung als auch radial nicht hundertprozentig korrekt ausgerichtet sind. Das Gleiche gilt zudem für den Ausrichtungswinkel der Flanschflächen.
Dieses Problem führt dazu, dass Messstelleninstallationen beinahe ausnahmslos mithilfe einer ganzen Reihe verschiedener Komponenten durchgeführt werden: Mit Hilfe von Gewindefittings werden die Impulsleitungen an die Flansche angeschlossen und über Absperrventile sowie Ventilblöcke für Ausgleich und Entlüftung zum Transmitter geführt. Solche Baugruppen erfordern in der Regel mindestens 20 Verbindungen und Schweißnähte sowie häufig auch Haltebügel.
Parkers Durchbruch in Form der CCIMS Montagelösung verfügt über zwei Module.
Ein Anschlussmodul stellt die direkteVerbindung zur Prozessleitung her und beherbergt zwei primäre Absperrventile. Dieses Modul beinhaltet auch einen neuartigen Universaladapter, der alle Anpassungsprobleme hervorgerufen durch die Flanschtoleranzen ausgleicht. Auf das Anschlussmodul wird das zweite Modul für die Transmittermontage aufgesetzt wobei die Verbindung beider Module wiederum durch ein von Parker neu entwickeltes Design realisiert wird. Dieses Transmittermodul wird mit einer grossen Auswahl von integrierten Ventilblockdesigns erhältlich sein.
Die Kosteneinsparungen in den Bereichen Installation und Wartung sowie die dramatische Reduzierung potentieller Leckpfade werden als die hauptsächlichen Anreize für Werksbetreiber angesehen auf die neue Technologie umzustellen. Traditionelle Messstelleninstallationen können sich erheblich voneinander unterscheiden, abhängig von der Arbeitsweise und den Präferenzen der werksseitigen Mess- und Regeltechniker sowie vom verfügbaren Platz. Die üblicherweise erforderliche Installationsdauer für Differentialdrucktransmitter beträgt jedoch auf jeden Fall ein bis drei Arbeitstage. Mit CCIMS erfolgt die Montage eines Transmitters innerhalb einer Stunde - beiTestmontagen bei Parker Instrumentation betrug die für eine Montage erforderliche Zeit sogar lediglich 15 Minuten. Das bringt eine anzunehmendee Zeitersparnis von 12 Stunden pro Messstelle mit sich, was annähernd jeweils1000 Euro einspart. Angesichts von rund einer halben Million verkaufter Differentialdrucktransmitter, die pro Jahr für Durchflussmessungen mit Hilfe einer Messblende verkauft werden, ist das Einsparpotential enorm.
Aufgrund des zusätzlichen Zuverlässigkeits- und Leistungszuwachs, den CCIMS bietet, glaubt Parker Instrumentation, dass diese neue Technologie die Verfahren bei der Transmittermontage grundlegend verändern wird.
Parker Hannifin GmbH, Instrumentation Service Center, Lorenz-Schott-Str. 9, D-55252 Mainz-Kastel.
Deutschland
Tel +49 (0)6134/204243; Fax +40 (0)6134/284227;
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